Vierter Besichtigungstag in St. Katharinen

Neben donnerstags, freitags und sonnabends ist die Katharinenkirche an der Königstraße/ Ecke Glockengießerstraße nun auch sonntags geöffnet.

Rechtzeitig zum Osterfest beginnt die neue Saison für Besichtigungen und Konzerte in der Katharinenkirche an der Königstraße/ Ecke Glockengießerstraße. Die einzig erhaltene Klosterkirche in der Hansestadt war bisher ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement von circa 50 Damen und Herren saisonal vom Frühjahr bis in den Herbst jeweils an drei Tagen in der Woche von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Mit dem Sonntag kommt nun ein vierter Tag hinzu, an dem Touristen wie Lübecker und Besucher aus der Region die Kirche des ehemaligen Franziskanerordens in Lübeck, die um 1300 errichtet wurde, ab sofort bis zum 30. September besuchen können.

Sanierungsarbeiten des Oberchors der Katharinenkirche

„Alles ist vorbereitet“, sagt Dr. Dagmar Täube, Leiterin des Museumsquartiers St. Annen und der Museumskirche St. Katharinen. „Auch der Unterchor ist geöffnet und für Besichtigungen freigegeben“, weiß sie. Der Oberchor jedoch wird aus Sanierungsgründen in dieser Saison nicht zu begehen sein und ist vorerst geschlossen. „Nur durch den großen Einsatz der vielen Ehrenamtler ist es möglich, die Museumskirche auch sonntags zu öffnen“, unterstreicht Dagmar Täube. Alle sind gespannt, wie der vierte Öffnungstag sich bewährt. „Viele Touristen sind sonntags in der Stadt unterwegs“, so Karen Peters. Gemeinsam mit Antonius Jeiler und weiteren ehrenamtlichen Kollegen ist sie abwechselnd vor Ort, um die Besichtigungen der Museumskirche zu ermöglichen.

Besucher der Katharinenkirche zahlen Eintritt

Durch die aufwändige Sanierung der Kirche wird von jedem Besucher ein Eintrittsgeld von zwei Euro erhoben. Dieser kleine Betrag ist auch bei den beliebten „Mittagskonzerten“ zu entrichten. Ab 19. Mai starten die Konzerte wieder einmal im Monat ab 12.15 Uhr. „Dafür sind die Konzerte der Studierenden der Musikhochschule und weiteren Lübecker Musikern gänzlich kostenfrei“, hebt Antonius Jeiler hervor. „Bis zu 200 Besucher haben wir schon gezählt“, freut er sich über die große Resonanz auf die gemischten Konzerte, die im Kirchenraum bei jedem Mal eine besondere Stimmung entstehen lassen. „Die Konzerte dauern circa eine dreiviertel Stunde und ermöglichen eine kleine Mittagspause vom Trubel des Wochenendeinkaufs“, so Karen Peters. Auch Führungen werden gerne in der schlichten und eleganten, von Licht durchfluteten Backsteinkirche wahrgenommen oder auf Wunsch zusätzlich für Gruppen gebucht.

 Einblick in die Historie der Katharinenkirche

Neben Flyern in deutscher und englischer Sprache gibt es nun auch ein Flyer in französischer Sprache, der ausländischen Touristen einen zusätzlichen kleinen Einblick in die Historie der Kirche ermöglichen. Daneben ist eine neue Objektbeschriftung für wissenswerte Erläuterungen ebenfalls vorgesehen und in Kürze umgesetzt.

Gemälde in der Museumskirche

Neben dem zweigeschossigen Chor, den historischen Grabplatten und bedeutenden barocken und klassizistischen Grabkapellen sind auch die malerischen Werke der Museumskirche bedeutend: Mit der „Erweckung des Lazarus“ von 1576 gibt es rechts vom Eingangsbereich ein großes Wandbildnis von Jacopo Tintoretto, dessen Geburtstag sich 2018 zum 500. Mal jährt. „Auf dieses Kunstwerk sind wir besonders stolz“, so Dagmar Täube. mpa

 

Foto: Neue Flyer in französischer Sprache: Karen Peters, Antonius Jeiler und Dr. Dagmar Täube (re.) vor dem Unterchor in der Katharinenkirche. © Mpa

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