Fair Trade in Stockelsdorf – Wie geht es weiter?

Die Steuergruppe wünscht sich eine stärkere Wahrnehmung von Fair Trade-Produkten in der Gemeinde.

Ende 2015 wurde die Großgemeinde als Fair Trade-Gemeinde zertifiziert, jetzt erfolgte die Rezertifizierung. Die Steuergruppe trifft sich regelmäßig, um Aktionen zu planen und den Fair Trade-Gedanken weiter voranzubringen. „Die Rezertifizierung war kein Problem, es gab genügend Aktionen und Veranstaltungen“, freute sich Wilhelm Fritzen jetzt bei einem Besuch bei Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann. Doch die Frage stellt sich, wie es weitergehen soll. Die Steuergruppe hat festgestellt, dass Fair Trad-Produkte nicht mehr so im Fokus stehen. „Die Wahrnehmung fehlt ein bisschen, viele Menschen können damit nichts anfangen“, hat Sabine Gall-Gratze beobachtet. „Die Konkurrenz in der Wahrnehmung ist hoch, von regional über vegan bis hin zu glutenfrei, da hat es Fair Trade schwer. Wir haben uns daher Gedanken gemacht, wie wir das Ganze ein bisschen pushen können.“

Plakate der Fair Trade-Gemeinde Stockelsdorf

Eine Idee ist, die Wahlplakate nach der Kommunalwahl einfach länger stehen zu lassen und mit Fair Trade zu plakatieren. „Von einigen Parteien haben wir schon die Zustimmung dafür bekommen“, so Fritzen. Fehlt noch das Okay der Gemeinde. Brigitte Rahlf-Behrmann kann sich auch gut vorstellen, am Ortseingang jeweils unterhalb der Partnerschaftsschilder ein Schild mit Fair Trade-Gemeinde anzubringen.

Geplante Aktionen der Fair Trade-Gemeinde

Etliche Aktionen sind bereits wieder für dieses Jahr geplant mit Ostereiersuche, einer Fairen Woche im Herbst, zu der auch die Fair Trade-Flagge gehisst werden könnte, und natürlich das Weihnachtsdorf mit fairen Weihnachtsmännern. Auch eine Rezertifizierungsfeier soll es noch geben. Die Gemeinde wird künftig bei Präsenten darauf achten, mehr fair gehandelte Produkte zu verschenken.

Stockelsdorfer Fair Trade-Produkt

Eine weitere Idee ist, ein lokales Fair Trade-Produkt anzubieten, beispielsweise City-Kaffee oder Stockelsdorfer Schoko mit einem entsprechenden Design. „Norderstedt bietet beispielsweise eine City-Kaffee an, aber die Umsetzung könnte aufwändig werden. Es muss passen und machbar sein“, so Sabine Gall-Gratze. „Örtlich wird gekauft“, meinte die Bürgermeisterin und führte den Herrenhaus-Sekt oder den Kirchwein an. „Auch die Schlüsselanhänger sind gut weggegangen.“ Die Fair Trade-Steuergruppe wünscht sich zudem auch einen Vertreter aus der Wirtschaft in ihren Reihen. HÖ

 

 

Foto: Sabine Gall-Gratze (re.) und Wilhelm Fritzen von der Fair Trade Steuergruppe in Stockelsdorf zu Besuch bei Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann. © HÖ

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