Die Tücken der Apps

An der Immanuel-Kant-Schule in Reinfeld vermitteln ausgebildete Schüler-Medien-Lotsen den richtigen Umgang mit Instagram, WhatsApp, YouTube, Snapchat und Co.

Was passiert mit Bildern, die ins Internet hochgeladen werden? Darf man das einfach so oder braucht man die Erlaubnis der Eltern? Was ist mit den vielen Spiele-Apps, die auf den meisten Smartphones selbst jüngerer Schüler zu finden sind? Was verrät man anderen, ohne davon zu wissen? Antworten auf viele Fragen gab es in einer gemeinsamen Aktion von Lehrkräften, dem Kreisjugendring Stormarn und dem Offenen Kanal Kiel Schleswig-Holstein, die am Dienstag, 6. Februar, dem internationalen „Safer Internet Day“ die ersten Schüler-Medien-Lotsen an der Immanuel-Kant-Schule in Reinfeld ausgebildet haben. Die ersten sechs Lotsen aus den Klassenstufen 8 und 9 gaben das Erlernte in Kleingruppen an die Schüler der fünften Klassen weiter.

 Zugriffe der Apps auf persönliche Daten

Messenger-Apps wie WhatsApp, Instagram und Snapchat sind zwar erst ab 13 Jahren erlaubt, dennoch sind sie auf den Smartphones der meisten Kinder zu finden. Über Nutzungsbedingungen und Zugriffe der Apps auf persönliche Daten, Bilder oder sogar den Standort, die Altersfreigabe bei Spielen oder die Einhaltung von Bild- und Persönlichkeitsrechten hatten sich vor dem Projekt die wenigsten Kinder Gedanken gemacht.

Einhaltung von Bild- und Persönlichkeitsrechten

An unterschiedlichen Stationen lernten sie von den Schüler-Medien-Lotsen unter anderem, was es mit der Altersfreigabe bei Spielen oder der Einhaltung von Bild- und Persönlichkeitsrechten auf sich hat. Dass man Fotos ins Internet hochlädt, wenn man sie in die WhatsApp-Gruppe stellt, war den meisten Schülern neu. Davon, dass sie, solange sie noch keine 18 Jahre alt sind, zum Hochladen von Fotos die Erlaubnis ihrer Eltern benötigen, hatten die meisten Schüler ebenfalls zum ersten Mal gehört.

Ausgebildete Schüler-Medien-Lotsen an der Immanuel-Kant-Schule

Als ihnen die Schüler-Medien-Lotsen anhand der Snapchat-App auf einer Karte zeigten, wo sich gerade andere Nutzer der App aufhalten, sorgte bei vielen Fünftklässlern für Entrüstung. Außerdem bekamen sie einen Einblick darin, was hinter der gezielten Produktplatzierung auf den YouTube-Kanälen ihrer bevorzugten Stars steckt. PD

 

Foto: In der Gruppe „Games“ erfuhren die Schüler Details zu den Profilen der Spiele, Altersempfehlungen sowie über Kosten und Gefahren. © hfr

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