Lastenräder auch als Umzugshelfer

Am Beispiel des Umzugs der Eutiner Buchhandlung Hoffmann von der Peterstraße in den Rosengarten hat die Initiative „Fahrradfreundliches Eutin“ demonstriert, wie vielseitig ein Lastenrad gerade im Stadtverkehr sein kann.

Es sei ein voll leistungsfähiges Transportmittel auch für Handel, Handwerk und Gewerbe, sagt der Fahrradexperte und Buchautor („Wege zur Fahrradstadt“) Heiner Monheim und betont: „Die Post weiß schon, warum sie mit 36000 Lastenräder unterwegs ist.“ Aber so weit brauche man gar nicht schauen. Hans-Peter Klausberger von der Bäckerei Klausberger nutzt seit 20 Jahren ein Lastenfahrrad: „Wir transportieren damit hauptsächlich Kaffee zu den Filialen, aber auch unsere Backwaren. Ins Einkaufszentrum nach Neudorf kommt man damit fast genauso schnell wie mit dem Auto.“

Nicht für alles wird ein Transporter benötigt

Die Umzugshilfe war zwar nur klein, der Großteil wurde mit einem Lkw erledigt, damit die Buchhandlung nach nur einem Tag Pause am vergangenen Mittwoch wieder für ihre Kunden an neuem Standort öffnen konnte. Doch die Aktion verdeutliche, dass nicht für alles ein Transporter benötigt wird. Über zehn Lastenräder seien mittlerweile in Eutin unterwegs, sagt Jens Rose-Zeuner von der Initiative. „Sie werden nicht nur für Einkäufe genutzt, auch Kinder und Vierbeiner fahren mit.“

Gewerbetreibende fordern mehr Fahrradständer

Das Fahrrad könne flexibel eingesetzt werden, möchte Heiner Monheim Werbung für das Fahrrad in den Innenstädten machen, und Jens Rose-Zeuner blickt voraus auf die Planungen für die Umgestaltung des Rosengartens: „Für Fahrräder soll die Fahrbahn in beide Richtung geöffnet werden.“ Außerdem sei erkennbar, dass immer mehr Gewerbetreibende mehr Fahrradständer in der Stadt fordern. Und das Lastenrad könnte, so einhellige Meinung der Initiative, eine wachsende wirtschaftliche Bedeutung bekommen. MB

 

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