Frust bei SV Preußen Reinfeld

Die Fußballer des Sportvereins Preußen Reinfeld sind frustriert: Der Regen der vergangenen Monate hat die Trainingsplätze in Schlammwüsten verwandelt, auf denen das Spielen nahezu unmöglich geworden ist. Besserung ist nicht in Sicht, denn die Gelder der Stadt Reinfeld sind aus verwaltungstechnischen Gründen eingefroren. Foto: pd

Die Sanierung des Sportplatzes des Sportvereins Preußen Reinfeld steht in weiter Ferne.

Die Fußballer des Sportvereins Preußen Reinfeld sind frustriert: Der Regen der vergangenen Monate hat die Trainingsplätze in Schlammwüsten verwandelt, auf denen ein gefahrloses Spielen nahezu unmöglich geworden ist. Besserung ist nicht in Sicht. „Solange wir einen Haushalt haben, bei dem das Kreditvolumen und die Verpflichtungsermächtigungen auf Null gesetzt sind, geht gar nichts“, bedauert Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann die Misere.

Kunstrasenplatzes und Lärmschutz

Das ist bitter für die rund 500 Fußballer des Vereins, die ein Licht am Ende des Tunnels sahen, nachdem die Sportplatzsanierung mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes und Lärmschutz als Verpflichtungsermächtigung von 2018 auf 2017 vorgezogen worden war. „Wir mussten lange auf diese Nachricht warten. Zahlreiche Spieler und Spielerinnen haben dem Verein bereits den Rücken gekehrt und sich Clubs angeschlossen, die über einen Allwetterplatz verfügen“, ärgern sich die Fußballabteilungsleiter Thorsten Rapp und Tim Heickmann. Die Vorfreude auf die Sanierung jedoch schlug schnell in das Gegenteil um. „Auf der Prioritätenliste sind wir wieder einmal heruntergerutscht. Wir hören dieses Lied der nachrangigen Priorität unserer Sportanlage bereits seit Jahrzehnten und haben dafür mittlerweile kein Verständnis mehr“, machen die Männer ihrem Ärger Luft und verweisen auf die erfolgreiche Arbeit der Preußen.

Preußen Reinfeld verzeichnet 24 Fußballmannschaften

Immerhin kicken rund 300 Kinder und Jugendliche und 200 Erwachsene in den 24 Mannschaften des Vereins. Die erste Herrenmannschaft spielt zudem erfolgreich in der zweithöchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins und erreichte jüngst das Landespokal-Halbfinale. In den zurückliegenden Jahren seien über 50 Flüchtlinge in den verschiedenen Sparten des SV Preußen aufgenommen worden. „Damit trägt der Verein zu einer gelungenen Integration bei und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung“, so Rapp.

Engagement bei der Sportplatzsanierung erzielt kaum Erfolge

Helfen wird dieses Engagement bei der Sportplatzsanierung kaum, denn auch für 2018 geht Heiko Gerstmann nicht von einem grünen Licht der Kommunalaufsicht aus. „Die Notwendigkeit der Sportplatzsanierung ist da. Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel“, so der Bürgermeister. Nicht umsonst habe die Stadt 80000 Euro für 2017, weitere 850000 Euro für den Kunstrasenplatz und eine Lärmschutzwand in 2018 und 750000 Euro für die Sanierung der Laufbahn und die Entwässerung der Plätze in 2019 eingeplant.

Heiko Gerstmann hofft auf Förderprogramm

Tätigen darf Reinfeld diese Investitionen aber nicht. Zwar liegt die für die Doppik-Umstellung erforderliche Eröffnungsbilanz inzwischen mit erheblicher Zeitverzögerung vor, mehrere Jahresabschlüsse aber fehlen noch. Ohne sie dürfte die Kommunalaufsicht kaum zu einer Zustimmung für irgendwelche Investitionen zu bewegen sein. „Was helfen könnte, wäre ein finanzkräftiger Sponsor“, so Gerstmann. Ein kleines bisschen Hoffnung setzt er auf ein Förderprogramm, das für die Laufbahnsanierung und die Entwässerung greifen könnte. Maximal 250000 Euro könnten daraus gefördert werden. Gerstmann: „Doch es ist wie so oft: Die Förderprogramme sind viel zu klein und es gibt zu viele Kommunen, die auf Geld daraus hoffen.“ pd

 

Foto: Die Fußballer des Sportvereins Preußen Reinfeld sind frustriert: Der Regen der vergangenen Monate hat die Trainingsplätze in Schlammwüsten verwandelt, auf denen das Spielen nahezu unmöglich geworden ist. Besserung ist nicht in Sicht, denn die Gelder der Stadt Reinfeld sind aus verwaltungstechnischen Gründen eingefroren. © pd

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