Das Weihnachtshaus aus Barnitz

Weithin sichtbar leuchtet das Haus von Brunhilde und Heinrich Rahlfs in der Adventszeit.

Das in Insiderkreisen wohl schönste Weihnachtshaus im Norden gehört dem Ehepaar Brunhilde (65) und Heinrich Rahlfs (67) und steht in Barnitz. Bei ihnen leuchten nicht nur Lichterketten, sondern auch Weihnachtsmänner, Schneemänner, Pinguine, eine Krippe mit Schafen und den Gesandten aus dem Morgenland. Rentiere, Elche, ein Hirsch und noch vieles mehr erstrahlt bei ihnen in weihnachtlichem LED-Glanz.

NDR sendete live aus Barnitz

Das leuchtende Weihnachtshaus hat sich herumgesprochen. Dafür gesorgt haben Fernsehteams, die sich inzwischen die Klinke in die Hand geben. Erst gestern sendete der NDR live aus Barnitz. Aber auch ein regelrechter Weihnachtshaus-Tourismus hat eingesetzt. „Sogar Leute aus Eckernförde, Lüneburg und von der Insel Fehmarn waren hier, um sich unser Haus anzusehen“, erzählt Brunhilde Rahlfs, die sich über das Interesse freut und manchmal sogar Besucher durch ihre Weihnachtswunderwelt führt. Am Mittwochabend hatten zwei Frauen aus Stubben im Herzogtum Lauenburg das Glück, von Brunhilde Rahlfs aufgelesen und durch den weihnachtlichen Lichterglanz geführt zu werden.

Lebensgroßer Elch aus Glasfaser

Auf dem Dach leuchtet ein Rentiergespann mit Schlitten. „Damit hat alles angefangen“, erzählt Heinrich Rahlfs, Chef des Reinfelder Taxiunternehmens Rahlfs. Vor Jahren seien er und seine Frau bei Freunden in Lübeck eingeladen gewesen, die in ihrem Garten ein genau solches Rentiergespann aufgestellt hatten. „Da haben wir immer hinsehen müssen. Das sah so schön aus“, denkt Heinrich Rahlfs zurück, der sich sogar noch an den Preis des Gespanns erinnern kann. „350 Euro haben unsere Freunde dafür bezahlt. Das war viel zu teuer“, befindet er. Beim nächsten Schwedenurlaub stieß das Ehepaar im Weihnachtsausverkauf auf das gleiche Gespann, das nur noch 60 Euro kosten sollte. „Wir haben es mitgenommen. Das ist jetzt acht Jahre her. Von da an wurden es immer mehr“, so Rahlfs, der sich mit einem lebensgroßen Elch aus Glasfaser einen persönlichen Wunsch erfüllt hat. Für seine Frau war die Krippe samt Schafherde und einem Kamel eine Herzensangelegenheit, für die sie jetzt noch eine sitzende Kuh sucht.

Aufbau der Weihnachtsdeko bereits im Oktober

Inzwischen füllt die weihnachtliche Pracht zwei Lkw-Ladungen. Sie aufzubauen braucht Zeit und Massen an Steckdosenleisten. „Das alles hinzukriegen ist schon eine logistische Meisterleistung“, sagt Heinrich Rahlfs. Mit dem Aufbau wird deshalb bereits im Oktober begonnen, damit spätestens am Totensonntag alles fertig ist. Denn dann geben die Rahlfs traditionell den Startschuss für ihr leuchtendes Weihnachtshaus, das mit Freunden und Bekannten mit Punsch und Wurst vom Grill gefeiert wird.

Am 1. Januar wird Weihnachtsdeko abgebaut

Dass die Nachbarn im Dieckkamp manchmal genervt sind, wenn Autofahrer mitten auf der Straße stehen bleiben, um ein Foto zu machen, versteht das Ehepaar und versucht, Rücksicht zu nehmen. So gehen die Lichter, die jeden Tag um 16.30 Uhr angeschaltet werden, pünktlich um 22.30 Uhr wieder aus. Am 1. Januar um 22.30 Uhr ist dann ganz Schluss. Einen Tag später beginnt der Abbau und die Rückkehr von Weihnachtsmännern, Rentieren und Lichterketten ins Sommerlager. pd

 

Foto: Mit der Krippe im eigenen Garten hat sich Brunhilde Rahlfs einen lang gehegten Traum erfüllt. © Pd

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