Lübeck will auf Einwegbecher verzichten

Ein Bündnis bestehend aus den Entsorgungsbetrieben, der Dehoga, dem Lübeck Management, dem Studentenwerk, der Bäckerei Junge, Landwege e.G. sowie dem BUND und Mitgliedern der Bürgerschaft will Einwegbecher aus Lübeck verdammen. Derzeit werden entsprechende Pläne am Beispiel anderer Städte entwickelt.

Im Juni 2017 hat die Lübecker Bürgerschaft beschlossen, Einwegbecher zu reduzieren und damit die Abfallmenge in der Hansestadt zu verringern. Rund 7,3 Millionen Papp-Einwegbecher werden in Lübeck im Jahr benutzt, schätzt die Stadtverwaltung. Das entspricht bundesweit einem Wasserverbrauch von 1,5 Milliarden Litern und 43.000 gefällten Bäumen für die Herstellung. Hinzu kommen die aus Polyethylen bestehenden Deckel. Bundesweit sollen es sogar 2,8 Milliarden Einwegbecher pro Jahr.

Enormer Ressourcenverbrauch

Neben dem enormen Ressourcenverbrauch wirkt sich der Einwegkonsum zusätzlich auf die Umwelt aus und spiegelt sich im Stadtbild durch achtlos weggeworfene Kaffeebecher wieder. „Mit einem „No“ zu Einweg „To go“ übernimmt Lübeck Verantwortung und ergreift mit dem runden Tisch konkret die Initiative, der zunehmenden Einweg- und Abfallflut von Kaffeebechern sowie unnötigen Entsorgungskosten entgegenzuwirken“, sagt Umweltsenator Ludger Hinsen.

Beitrag zur Abfallvermeidung

Die Gruppe hat sich Ende November das erste Mal getroffen, ein weiterer Termin ist für den Januar geplant. „Unter Berücksichtigung ordnungsrechtlicher Rahmenbedingungen sowie am Beispiel vorhandener Systeme in anderen Städten und in Lübeck bereits praktizierter einzelner Modelle sind wir dem Ziel einer gemeinsamen Lösung als Beitrag zur Abfallvermeidung sowie zum Ressourcen- und Klimaschutz ein großes Stück näher gekommen“, freut sich Birgit Hartmann, Bereichsleiterin des Bereiches Umwelt- Natur- und Verbraucherschutz der Hansestadt Lübeck.

Neues System auf freiwilliger Basis

Das neue System soll stadtweit eingeführt werden und auf freiwilliger Basis sein. Weitere Gewerbetreibende sind aufgerufen sich dem Runden Tisch anzuschließen. Der nächste Termin wird noch einmal gesondert bekannt gegeben und kann auf der Internetseite des Bereiches Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz: www.unv.luebeck.de ab Januar eingesehen werden. Telefonischer Kontakt: Klimaleitstelle, Herr Fey, Telefon: 0451/122-3969; E-Mail: unv@luebeck.de.

 

(Foto: Kigoo Images / pixelio.de)

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