Trauer um Charlotte Harnack

Die frühere stellvertretende Stadtpräsidentin und Bürgerschafts-Politikerin Charlotte Harnack starb am vergangenen Donnerstag, 16. November, in einem Pflegeheim in St. Gertrud.

„Mit Charlotte Harnack verlieren wir, verliert die Hansestadt Lübeck einen Menschen, der die politische Arbeit, das öffentlichen Leben in dieser Stadt seit den 50ziger Jahren des letzten Jahrhunderts mitgestaltet und geprägt hat wie kaum ein anderer. Charlotte Harnack hat sich verdient gemacht um Ihre Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger“, erklären der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Thomas Rother und der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion Jan Lindenau.

Die ehemalige SPD-Politikerin prägte die Nachkriegsgeschichte der Lübecker Bürgerschaft

Charlotte Harnack trat am 1. Juli 1947 unter den Eindruck der gerade zu Ende gegangen nationalsozialistischen Willkürherrschaft in die SPD ein, hat durch ihre 70-jährige Mitgliedschaft die SPD Lübecks ebenso nachhaltig mitgestaltet, wie sie dies durch ihre 33-jährige Mitgliedschaft in der Lübecker Bürgerschaft getan hat. Wie kaum jemand anderes hat sie die Nachkriegsgeschichte der Lübecker Bürgerschaft geprägt.

Charlotte Harnack baute politische und gesellschaftliche Brücken

„Auszeichnungen wie die Verleihung der Freiherr-von Stein-Gedenkmedaille 1977 und die Verleihung des Verdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland 1992 sind Ausdruck dafür, dass Charlotte Harnack in ihrem Tun und Handeln politische und gesellschaftliche Brücken zu bauen in der Lage war, die wir heute in unserem gesellschaftlichen und politischen Leben oftmals vermissen“, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Charlotte Harnack wurde 95 Jahre alt.

 

Foto: Charlotte Harnack ist im Alter von 95 Jahren gestorben. © Maxwitat

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