Endlich: Reinfeld hat eine Eröffnungsbilanz

Am Mittwoch, 11. Oktober, beschlossen Reinfelds Stadtverordnete die lang ersehnte Eröffnungsbilanz.

„Dies ist ein guter Tag für Reinfeld“, sagte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses Lasse Karnatz (SPD), als er die lange überfällige Eröffnungsbilanz 2010 der Stadt vorstellte. Die Geschichte der Entstehung sei wahrlich kein Ruhmesblatt, schließlich sei der erste Beschluss zur Einführung der Doppik im Jahr 2009 erfolgt. Nur durch erheblichen Einsatz externer Unterstützung sei die Bilanzerstellung zum jetzigen Zeitpunkt möglich gewesen. „Allein hierfür wurde ein hoher sechsstelliger Betrag ausgegeben“, rügte der Ausschussvorsitzende.

Bilanzsumme von 38,1 Millionen Euro

Die Eröffnungsbilanz mit einer Bilanzsumme von 38,1 Millionen Euro aber sei nur der erste Schritt. Jetzt gehe es darum, zügig die ebenfalls fehlenden Jahresabschlüsse zu erstellen. Für die Genehmigung des Haushalts 2018 müsse der Jahresabschluss 2016 zeitnah vorgelegt werden. „Davon sind wir weit entfernt“, dämpfte Karnatz alle allzu freudige Erwartungen. Beschlossen wurde die Eröffnungsbilanz einstimmig.

Stadtvertreter beschlossen in ihrer Sitzung auch den Haushalt 2017

Ebenfalls einstimmig brachten die Kommunalpolitiker anschließend den Haushalt 2017 auf den Weg. Im Finanzplan sieht dieser eine Million Euro für Investitionen vor. Viel wichtiger als diese seien jedoch der Verpflichtungsermächtigungen, so Karnatz. Diese sind im Haushalt 2017 mit 19,286 Millionen Euro ausgewiesen. Im Einzelnen sind dies: Bahnquerung für Fahrzeuge (7,5 Millionen Euro), Fußgängerquerung von der Holländerkoppel zum Bahnhof (2 Millionen), Neubau Rettungszentrum (3,5 Millionen), Sanierung Matthias-Claudius-Schule (6,4 Millionen), Sanierung Sportplatz (850 000 Euro), städtischer Anteil für die Sanierung der Ahrensböker Straße von der Neuhöfer Straße bis zur Einmündung der Paul-von-Schoenaich-Straße (250000 Euro).

Neufassung der Richtlinien für Ehrungen, Ehrengaben und Zuwendungen

Zurück in den Hauptausschuss verwiesen die Stadtverordneten die Neufassung der Richtlinien für Ehrungen, Ehrengaben und Zuwendungen. Dem vorausgegangen war eine Frage im Rahmen der Einwohnerfragezeit. „Ich bin traurig, dass sie nichts mehr für Ehrenamtler über haben. Das Ehrenamt sollte man in Ehren halten“, klagte eine Einwohnerin. Um nicht an Blumen und kleine Präsente für verdiente Bürger sparen zu müssen, machte sie in Richtung des Bürgermeisters Heiko Gerstmann einen ungewöhnlichen Vorschlag für Sparmaßnahmen an anderer Stelle: „Warum schicken sie nicht einen Gärtner mit Blumen bei Jubilaren vorbei? Dann könnten sie arbeiten. Sie suchen doch Mitarbeiter.“ pd

 

 

Foto: Am Mittwoch beschlossen Reinfelds Stadtverordnete die lang ersehnte Eröffnungsbilanz. © pd

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