Hiphop: „Limit!“ geht ans Limit

Die Hiphop-Formation „Limit!“ ist Norddeutscher Meister und nimmt regelmäßig an regionalen und nationalen Turnieren teil.

Eine Formation will es wissen: „Limit!“ heißt die Truppe mit den sportlichen, jungen Damen, die Lübeck zu einer Hochburg des Hiphop in der Region getanzt hat. Finn Jacob ist neben weiteren Choreographen der Kopf und Trainer der Limit!-Truppe, die es seit sechs Jahren im Lübecker Creative Dance Studio von Nick Gül gibt. Die Mädchengruppe nimmt regelmäßig an regionalen und nationalen Turnieren teil. Aktuell ist Limit! in der Altersklasse 16 bis 18 Jahre Norddeutscher Meister. In diesem Jahr ist die Gruppe erstmals in der Erwachsenenklasse gestartet – und hat sich gleich in einem Feld von 15 Konkurrenten mit dem ersten Platz durchgesetzt.

Mischung aus Grooves, Leichtigkeit und Schnelligkeit

„Hiphop ist eigentlich eine Kultur“, sagt Jacob. „Im Prinzip ist das, was wir hier machen, Video-Clip-Dancing.“ Früher entstand das synchrone Tanzen aus den Video-Clips, erklärt der Experte, der in diesem Zusammenhang an Stars wie Britney Spears und Michael Jackson erinnert. „Mittlerweile richtet sich Video-Clip-Dancing auch auf andere Musikrichtungen aus, zum Beispiel eben Hiphop-Tanzen, den Oberbegriff.“ Mix aus Grooves mit viel Beinarbeit, sehr viel Bewegung und Pops, das heißt, kurzen und abgehackten Bewegungen. Die Mischung aus Grooves, Leichtigkeit und Schnelligkeit – wie ein Spiel aus Licht und Schatten. „Die Musik zu vertanzen, sie tänzerisch darzustellen, das ist der große Reiz beim Hiphop.“

Lübeck ist Hochburg für synchrones Formationstanzen

In Deutschland sei Hiphop noch „relativ jung“, sagt Jacob. Lübeck sei zwar eine Hochburg dieser Tanzrichtung, aber eher im Norddeutschen Raum. Vor allem in Schleswig-Holstein sei Limit! die Formation, die auf Norddeutschen Meisterschaften alles abgeräumt habe. Das synchrone Formationstanzen sei „unglaublich stark gestiegen“, sagt Jacob. Vor zehn Jahren habe es sich noch um eine Randbewegung gehalten. „Heute gibt es unzählige Meisterschaften, zahlreiche Verbände und sehr viele Formationen.“ Wünsche hat die Truppe auch: „Wir wollen die Deutsche Meisterschaft in Mühlheim an der Ruhr gewinnen“, sagt der Trainer Finja König, gefällt besonders die Musikrichtung, die beim Hiphop eingesetzt wird. „Sie ist dynamisch, wie ein Lebensgefühl.“ Man könne damit sehr viel ausdrücken, Traurigkeit oder Fröhlichkeit zum Beispiel, erklärt die 18-jährige Tänzerin, deren Herz seit sechs Jahren für die Tanzerei schlägt. „Besonders bei einer Performance zu emotionalen Songs kriege ich auch schon mal Tränen in den Augen“, gibt König zu. Dreimal in der Woche geht sie zum Training in das Tanzstudio. „Zuhause tanze ich jeden Tag“, sagt die Hiphoperin. jac

 

 

Foto: Die Hiphop-Formation „Limit!“ nimmt regelmäßig an regionalen und nationalen Turnieren teil. © jac

 

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