Jugendliche auf digitaler Stadtrallye

Stadtrallye mit Smartphone: So lässt sich die Geschichte der Hanse erkunden. (Fotos: Europäisches Hansemuseum)

Mit dem neuen Angebot des Hansemuseums kann man spielerisch die Geschichte der mittelalterlichen Hanse in der Lübecker Innenstadt erkunden.

Seit kurzem bietet das Europäische Hansemuseum ein neues Bildungs- und Vermittlungsangebot an, das sich insbesondere an Jugendliche richtet. Auf einer digitalen Stadtrallye können sie die Geschichte der Hanse und die Vergangenheit Lübecks entdecken. An 30 verschiedenen Stationen wird aufgezeigt, wie das Leben im Mittelalter ausgesehen hat. Das Projekt verdeutlicht, dass die Vergangenheit Lübecks nicht nur im Museum vermittelt wird, sondern ihre Spuren auch im Alltag wie im Stadtraum präsent sind.

Der Rundgang beginnt und endet am Hansemuseum und führt an Stationen wie dem Burgkloster, der Schiffergesellschaft, St. Jakobi, dem Holstentor und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei. Einen weiteren Bezug zum Europäischen Hansemuseum bildet die Einbeziehung der sogenannten „I-Punkte“, welche die Besucherinnen und Besuchern in der Ausstellung über geschichtlich interessante Punkte auf der Lübecker Altstadtinsel informieren. Diese wurden als Stationen mit in den Stadtrundgang aufgenommen, der insgesamt sieben Kilometer lang ist und bis zu 180 Minuten dauern kann.

Die Stadtrallye kann mithilfe der App Actionbound gespielt werden. Actionbound ist ein digitales Spiel, das von der Simon Zwick und Jonathan Rauprich GbR in Berlin entwickelt und vertrieben wird. Das Programm ermöglicht das Erstellen interaktiver Rallyes, die Bounds genannt werden. Dabei können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Quizfragen beantworten, Aufgaben lösen oder sogar in Turnieren gegeneinander antreten. Das multimediale Angebot ist für die Nutzerinnen und Nutzer kostenfrei. Die App Actionbound ist für Android und Apple verfügbar, das Angebot kann hier heruntergeladen werden: https://actionbound.com/bound/spurensuchehanse.

Eine Besonderheit des Projekts „Spurensuche Hanse“ ist, dass es von jungen Erwachsenen für junge Erwachsene entstanden ist. Jule Mylin und Konrad Kahle, die beiden „FSJler“ (im Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur) des Europäischen Hansemuseums, haben es in den vergangenen Wochen eigenverantwortlich erarbeitet. Durch den Einsatz des digitalen Mediums soll zwar vorrangig eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden, aber das Spiel kann auch generationsübergreifend genutzt werden – als Familienspiel für Groß und Klein.

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