Existenzgründung: Hilfe für Frauen

Das Frauennetzwerk zur Arbeitssituation hilft beim Sprung in die Selbstständigkeit.

„Die Zahl der Frauen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, steigt“, sagt Sarah Tunkel vom Frauennetzwerk zur Arbeitssituation in Lübeck. Auch immer mehr Frauen mit Migrationshintergrund suchen die Beratungsstelle in der Fleischhauerstraße auf, die als gemeinnütziger Verein als Bildungs- und Beratungszentren den Hauptsitz in Kiel hat.

Unterstützung und Förderung bei der Gründung des eigenen Unternehmens

An beiden Standorten erfahren Frauen gezielte Unterstützung und Förderung rund um ihren beruflichen Werdegang bis zur Gründung des eigenen Unternehmens. „Ein besonderes Anliegen ist es uns, migrantische Frauen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten“, so Sarah Tunkel. „Wir sehen in unserer täglichen Arbeit, dass diese Frauen auf besondere Herausforderungen treffen. Mit unsere Arbeit möchten wir auf die Potentiale und Chancen der Frauen aufmerksam machen und in kleinen Schritten den individuellen Gründungsweg begleiten.“

Mehr Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Seit 1985 dreht sich in der Beratungsstelle alles um Bildung, Beratung und Vernetzung zu arbeitsmarktspezifischen Themen. Dabei geht es neben der Förderung von Frauen im Erwerbsleben auch um die Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Beratungsangebote in fünf Kreisen/kreisfreien Städten des Landes sowie arbeitsmarktpolitische Modellprojekte gehören zum Angebot des Vereins. Beim Schritt in die Selbstständigkeit mit Gründung des eigenen Unternehmens ist das Frauennetzwerk ein kompetenter Begleiter.

Selbstständige Gastronomin in Lübeck

Auch die Architektin und Fotografin Jun Kang aus Lübeck unterstreicht, wie wichtig die berufliche Förderung von Frauen ist. „Frauen erfüllen viele Rollen in der Gesellschaft“, sagt sie. Da bedürfe es schon maßgeschneiderte Beratungsangebote. In einer globalisierten Welt sei die Unterstützung von migranitschen Frauen besonders wichtig. „Es sind viel Mut und gute Sprachkenntnisse zur Gründung eines Unternehmens erforderlich“, weiß die aus Korea stammende Lübeckerin aus eigener Erfahrung. „Es ist eine gute Erfahrung, selbstständig zu sein und die eigene Kreativität zu leben“, so Jun Kang. Seit vielen Jahren ist die Architektin und Fotografin im Gastronomiegewerbe in Lübeck selbstständig tätig. „Das sind die familiären Wurzel“, lacht sie und erzählt, dass sie leidenschaftlich gerne koreanisch kocht. Und das kommt nicht von ungefähr, sind doch Eltern und Geschwister lange Jahre erfolgreich in Hamburg gastronomisch vertreten. Jun Kang betrat in Lübeck den gleichen Weg. Heute ist sie mit dem Restaurant Onni in der Mühlenstraße angesiedelt. „Onni steht für ,große Schwester’“, erläutert sie den Namen ihres koreanischen Restaurants. Viele der studentischen Gäste oder Durchreisende aus Asien kommen zu Onni nicht nur zum Essen. Zwar schätzen sie koreanische Speisen wie Kimchi (traditioneller Kohlsalat), Bulgogi (mariniertes Rindfleisch) und Bibimbap (Reisgericht mit viel Gemüse im Steintopf). Doch gerade der nette Austausch bei Onni wird hochgeschätzt. mpa

Informationen zur Arbeitssituation

Weitere Informationen erteilt das Frauennetzwerk zur Arbeitssituation unter Telefon 0451/ 7079793 oder unter www.frauennetzwerk-sh.de

 

Foto: Maßgeschneiderte Beratung ist wichtig: Restaurantchefin Jun Kang weiß, wieviel Mut der Sprung in die Selbstständigkeit erfordert. © mpa

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