Schlachthof: Wettbewerb oder Bürgerentscheid?

Der ehemalige Schlachthof wird länger in seinem Dornröschenschlaf verharren. Mit einer Stimme Mehrheit hat die Bürgerschaft entschieden, einen städtebaulichen Wettbewerb durchzuführen. Eingebracht wurde der Vorschlag von SPD, GAL und Grünen. Auf dem Areal zwischen Schwartauer Allee und Katharinenstraße plant seit nun acht Jahren der Projektentwickler Thorsten Schulze ein Einkaufszentrum und rund 130 Wohnungen. „Wir wollen das nicht verhindern. Aber es gibt viele einzelne Ideen, wie man das Gebiet entwickeln kann, und wir wollen diese viele Puzzle-Teile in einem Gesamtkonzept betrachten“, erläuterte Silke Mählenhoff (Grüne). Ein städtebaulicher Wettbewerb sei vernünftig. „Wir wollen Konzepte für die Menschen vor Ort entwickeln und nicht für Investoren, die unbedingt überdimensionierte Märkte bauen wollen“, bekräftigte Jan Lindenau (SPD).

Die Gegner prangerten Umgang der Hansestadt mit Investoren an. „Jeder Investor wird in Lübeck gleich nach Hause geschickt“, kritisierte Christopher Lötsch (CDU). Marcel Niewöhner (BfL) fand, „der Beschluss macht den Investitionsstandort Lübeck nach außen madig“. Seine Vermutung: „Der SPD geht es nur darum, ein Kaufland in Lübeck zu verhindern. Punkt.“ Er kündigte an, ein Bürgerbegehren prüfen zu lassen. „Dann wird es lustig in der Stadt, wenn es dazu kommt.“ SDF

 

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