Ein buntes Fest der Begegnungen

Zwei Monate lang feiert Lübeck den dritten Interkulturellen Sommer. Los geht es am 20. Mai.

Eine Weltreise in 100 Veranstaltungen: Das bietet die dritte Ausgabe des Interkulturellen Sommers Lübeck. Vom 20. Mai an und zwei Monate lang präsentieren und feiern rund 50 Vereine, Verbände, Organisationen und Menschen aus allen Erdteilen ihre Sitten, Traditionen und Kulturen. Unter dem Motto „wir.Lübeck“ wird persisch gekocht, indisch musiziert, polnisch getanzt, türkisch gesungen, eritreisch Kaffee getrunken, französisch flaniert, yogisch gelacht und multikulturell geschnackt.

Die erste Etappe dieser Weltreise quer durch die Hansestadt beginnt mit Bus und Fahrrad. Zum Auftakt des Interkulturellen Sommers am 20 Mai (10.40 Uhr) nimmt ein Fahrzeug des Stadtverkehrs Lübeck die Teilnehmer von den Media Docks in verschiedene Stadtteile mit. In St. Lorenz Süd, Buntekuh, auf Marli und dann wieder auf dem Markt in der Innenstadt treffen sich die Mitfeiernden. Begleitet wird die Busfahrt von einem Fahrradkorso des ADFC. „Wir wollen hin zu den Menschen, wo sie leben. Denn der Interkulturelle Sommer ist ein Fest für die ganze Stadt“, erläutert die Leiterin der Volkshochschule Christiane Wiebe, die das Projekt initiiert hat. Und damit viele Menschen sich angesprochen fühlen, ist das Programmheft zum ersten Mal auch auf Englisch erhältlich, hebt Koordinatorin Belén D. Amodia hervor. „Damit wollen wir allen Menschen, die in Lübeck leben, sagen: Du kannst kommen, auch, wenn dein Deutsch noch nicht so gut ist.“ Viele Veranstaltungen sind als Mitmach-Aktionen konzipiert.

Den roten Faden im dichten Terminkalender bildet der Ländersalon im Garten der Gemeinnützigen. Jeden Mittwoch um 18 Uhr ab dem 24. Mai wird hier jeweils ein Land, eine Region oder eine Stadt vorgestellt – mit Lesungen, Rezitationen, Vorträgen und der gemeinsamen Freude aller Bürger und Gäste Lübecks. „Diese gemeinsame Freude dürfen wir nie vergessen, denn sie ist es, die schließlich hilft, Probleme und Niederungen des Alltags zu bewältigen“, sagt Antje Peters-Hirt. Die stellvertretende Direktorin der Gemeinnützigen hat die Schirmherrschaft über den Interkulturellen Sommer übernommen, zusammen mit Senatorin Kathrin Weiher. Diese betont, die bunte Veranstaltungsreihe verstehe sich nicht bloß als fröhlicher Festreigen. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen auf Augenhöhe mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. „Integration bedeutet nicht nur eine Wohnung zu haben oder die Sprache zu verstehen. Integration ist soziale Teilhabe, und das ist sehr wichtig.“ Deswegen erfülle der Interkulturelle Sommer eine wichtige soziale Aufgabe.

Gefördert und unterstützt wird das Projekt durch die Possehl-Stiftung, Frank-Thomas und Erika Gaulin, die Lübecker Nachrichten und den Offenen Kanal Lübeck. »Das kostenlose Programmheft ist an vielen Stellen in der Stadt erhältlich. Die Veranstaltungen sind auch im Online-Kalender der Bürgerakademie aufgelistet unter www.luebeck.de/aktuelles/termine/buergerakademie/

SDF

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