„Frauen sind wählerisch“

Die Vertreter der Frauenrunde, Gabriele Appel, Juliane Scheele, Carla Schneider, Stina Rosenau, Brigitte Schmidt, Sybille Rohowsky und Gudrun Dietrich (v. l.), haben den Gesprächsabend vorbereitet. (hfr)

Sechs Landtagskandidaten stellen sich am Dienstag, 28. März, in Eutin der Diskussion.

Am 7. Mai sind in Schleswig-Holstein Landtagswahlen. „Alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren haben die Pflicht und die Chance, das neue Parlament für die nächsten fünf Jahre zu wählen. In zahlreichen Ländern riskieren Menschen, die sich für freie Wahlen einsetzen, ihre Gesundheit und Freiheit, während bei uns viele gar nicht wählen“, meinen die Mitglieder der Eutiner Frauenrunde. Um eine höhere Wahlbeteiligung als zuletzt (60,2 Prozent) zu erreichen, lädt die Frauenrunde nun zu einer öffentlichen Gesprächsrunde ein: Am Dienstag, 28. März, stellen sich sechs Landtagskandidaten von 18 bis 20 Uhr in der Eventlocation „L’Etoile“, Lübecker Straße 36, der Diskussion.

Unter der Überschrift „Frauen sind wählerisch“ geben Regina Poersch (SPD), Tim Brockmann (CDU), Marlies Fritzen (Grüne), Dirk Meußer (FDP), Katjana Zunft (Linke) und Sybilla Nitsch (SSW) Auskunft über ihre Positionen – von der Schulpolitik über Chancengleichheit bis zu Altersarmut. „Uns als lokale Frauenverbände interessiert insbesondere die Entwicklung des Kreisgebietes Ostholstein als Raum zum Leben und Arbeiten“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eutin, Gudrun Dietrich. Konkrete Probleme, mit denen die Frauenverbände bereits jetzt konfrontiert werden, sind der Mangel an bezahlbarem Wohnraum – sowohl für Ältere als auch für Familien – mit Anbindung an die örtliche Infrastruktur. Darüberhinaus seien die Situation in der Alten- und Krankenpflege und die Armut vieler Familien die vorrangigen Themen. „Wer aufgrund von Teilzeitbeschäftigung und/oder prekärer Beschäftigungsverhältnisse oder als Alleinerziehende/r kein Geld für die private Altersvorsorge übrig hat, steuert trotz der jahrzehntelangen Leistungen in Familie und Beruf in die Altersarmut“, so die Befürchtung der Veranstalterinnen. Es muss oberstes Ziel von Politik sein, junge, gut ausgebildete Menschen dazu zu bewegen, hier zu bleiben, damit Ostholstein auch in Zukunft mehr ist als ein Altersruhesitz oder ein Ferienland für Sommerurlauber“, so die Forderung der Frauenrunde.

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