Sicher und selbstbestimmt

Sozialminsterin Kristin Ahlheit (Mitte) mit den SUSE-Projektmitarbeitern (v. r.): Kathrin Ziese (mixed pickles), Julia Dabelstein, Maeve Reichelt (Frauennotruf) und Andreas Weddeling (Die Ostholsteiner). (MB)

Sozialministerin Kristin Alheit besucht innovative Sozialprojekte.

Um behinderten Mädchen und Frauen, die immer noch besonders oft körperlicher und psychischer Gewalt sowie Diskriminierung ausgesetzt sind, den Zugang zu Unterstützungsangeboten zu erleichtern, wurde 2014 in Ostholstein das Pilotprojekt „SUSE – Sicher und selbstbestimmt“ gestartet. Beim Frauennotruf Ostholstein in Eutin informierte sich Sozialministerin Kristin Alheit auf ihrer Sommerreise über die Arbeit des Netzwerkes.

Träger des Projekts ist der Verein „mixed pickles“, gefördert wird es von der Aktion Mensch und auch vom Sozialministerium mit jährlich 20600 Euro für die Vernetzung und Koordinierung der Belange von Frauen. Als Aktionspartner führt der Frauennotruf beispielsweise eine Jahresgruppe für Frauen mit Einschränkung durch. Ziel ist die Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung und eine Stärkung des Selbstbewusstseins. Außerdem werden Einzelgespräche angeboten, und „Die Ostholsteiner“ als weiterer Partner haben einen Wegweiser in leichter Sprache in Sachen Sexualität erstellt.

„Wir haben die erschreckende Erfahrung gemacht, dass vor allem viele junge Frauen zwischen 16 und 18 Jahre ausgenutzt werden“, erzählt Kathrin Ziese von „mixed pickles“. Bei der Ministerin löst es Betroffenheit aus, was sie von den SUSE-Beteiligten erfährt. „Das Konzept füllt eine Lücke und ist sehr wichtig, damit die Betroffenen sensibilisiert werden, eine andere Wahrnehmung bekommen und erfahren, was ist das, was ich erlebe.“

Schleswig-Holstein gehört mit der Region Ostholstein zu einer der fünf Modellregionen, die bundesweit an dem Projekt teilnehmen, entwickelt vom Bundesverband Frauenberatung und Frauennotrufe. Zum Ende dieses Jahres läuft SUSE aus. „Wir sind als Träger bestrebt, die Strukturen zu sichern und versuchen, eine Anschlussfinanzierung zu bekommen“, so Kathrin Ziese, da „mixed pickles“ die Arbeit auch auf andere Kreise übertragen möchte. Den Abschluss der Modellzeit bildet ein Fachtag „Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken – tragfähige Netze schaffen“ am 26. September von 9.30 bis 16 Uhr im Eutiner Kreishaus. »Nähere Infos im Internet unter www.suse-hilft.de, Kontakt per Mail an info@mixedpickles-ev.de

MB

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