Handy mit Babybildern verloren – Mutter verzweifelt

Anna Herda mit Sohn Jan Henry: Der Frühgeborene erfreut sich mittlerweile bester Gesundheit. (pa)

Anna Herda verlor ihr Telefon. Wichtiger als das Gerät ist das, was darauf war.

Berufliche und private Kontakte, Bilder und Videos – ein Smartphone verrät allerlei Intimes über seinen Besitzer. Wenn der ursprünglich einmal als Telefon gedachte Alleskönner plötzlich weg ist, sorgt das für ein mulmiges Gefühl. „Es ist fast so, als ob jemand zu Hause einbrechen würde“, sagt Anna Herda.

Die junge Mutter verlor ihr Handy inklusive Notizen und eines 50-Euro-Scheins Anfang August auf dem Parkplatz des Wirth Centers. Das Telefon, ein in die Jahre gekommenes Sony Xperia Z, ist ersetzbar, der Inhalt nicht. „Unser Sohn Jan Henry ist als Frühchen mit nur 1200 Gramm zur Welt gekommen. Auf dem Handy befinden sich viele ungespeicherte Bilder, die seine Entwicklung zeigen“, sagt die 39-Jährige.

Bei der letzten Ortung wurde das Smartphone in Bad Segeberg lokalisiert. Auch konnte nachgewiesen, dass der Finder versuchte, den Pin zu knacken. Inzwischen hat Anna Herda das Handy via Internet auf Werkseinstellung zurückgesetzt.

Jan Henry versteht die Aufregung um die verlorenen Bilder wahrscheinlich noch nicht. Der aufgeweckte Junge wird bald drei Jahre alt und bringt inzwischen 12 Kilogramm auf die Waage. „Unser Sohn geht noch regelmäßig zur Behandlung, ist aber fit, flink und liebt es zu klettern. Was Ärzte und Schwestern vom UKSH und die Krankengymnastik Kieft in Travemünde möglich gemacht haben, ist unfassbar“, sagt Anna Herda.

Die Hoffnung, ihr eigenes Telefon wiederzubekommen, hat die Dummersdorferin inzwischen aufgegeben, richtet aber einen Appell an alle, die ein Handy finden. „Gebt es bitte zurück. Da stecken Geschichten dahinter.“ pa

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