Energieberatung: Verbraucherzentrale gibt Gas

Wollen die Energieberatung der Verbraucherzentrale weiter ausbauen: Carina Vogel, Ingo Sell, Birgit Seidel, und Carsten Dyck (v. li.), Niels Christiansen und Sandra Schöneck (hinten). (afu)

Beratungszahlen sollen bis Ende 2018 um zehn Prozent steigen – Solar-Check neu im Angebot.

Lübeck. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis Ende 2018 soll die Zahl der Energieberatungen im nördlichsten Bundesland um zehn Prozent steigen. Dazu ist nun mit Niels Christiansen eigens ein Regionalmanager eingesetzt worden. Rund 800 Energie-Checks wurden im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein durchgeführt, dazu kommen über 2000 stationäre Beratungen allein in Lübeck. Carina Vogel vom Lokalen Projektmarketing der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sieht für die Hansestadt noch Luft nach oben: „Vor allem durch Kooperationen wollen wir erreichen, dass noch mehr Verbraucher zu uns in die Energieberatung kommen“, so die Diplom-Ingenieurin. Um personell vorbereitet zu sein, ist neben Carsten Dyck und Tim Lötsch mit Ingo Sell ein dritter Energieberater an Bord. Der Diplom-Ingenieur kümmert sich vor allem um die Bereiche Anlagen- und Heizungstechnik.

An jedem Dienstag und Donnerstag und an jedem 2. und 4. Freitag im Monat stehen die unabhängigen Energieberater in der Fleischhauerstraße 45 für Fragen zur Verfügung. „Da geht es häufig um Dinge wie:

Warum muss ich Heizkosten nachzahlen? Wie kann ich mein Haus sinnvoll sanieren?“, berichtet Carsten Dyck. „Unsere Aufgabe ist es dann, Einsparpotenziale aufzuzeigen, ohne dass die Menschen gleich an Lebensqualität verlieren.“. Ein solcher Termin dauert in der Regel 30 Minuten und kostet fünf Euro.

Neben der stationären Beratung bieten die Berater aber auch verschiedene Energie-Checks an, die direkt beim Kunden zu Hause durchgeführt werden:

Der Basis-Check verschafft Mietern und privaten Immobilieneigentümern einen schnellen Überblick. Beim etwa einstündigen Termin erfahren sie alles über den Strom- und Wärmeverbrauch, die Geräteausstattung und einfache Sparmöglichkeiten. Kosten: zehn Euro.

Der Gebäude-Check ergänzt den Basis-Check um eine Einschätzung der Heizungsanlage und der Gebäudehülle. Zielgruppe sind Eigentümer, private Vermieter und Mieter mit Einfluss auf die Haustechnik. Dauer: zwei Stunden (20 Euro), bei Wohnungen eine Stunde (10 Euro).

Neu im Angebot ist seit Juni der Solarwärme-Check, der „in dieser Form nur von der Verbraucherzentrale durchgeführt wird“, so Carsten Dyck. Um die Effizienz und die optimale Einstellung der Solarthermie-Anlage überprüfen zu können, werden möglichst viele Sonnenstunden benötigt. Deshalb werden zwei Beratungstermine vereinbart. Danach gibt es einen Kurzbericht mit allen relevanten Daten sowie Empfehlungen. Kosten: 40 Euro.

Heiz-Check: Der nächste Winter kommt bestimmt. An zwei aufeinander folgenden kalten Tagen kommt das Heizungssystem auf den Prüfstand. Anschließend gibt es Tipps zur Optimierung. Kosten für zwei Stunden: 40 Euro inklusive Bericht.

Wer sich zum Thema Energie von der Verbraucherzentrale beraten lassen möchte, kann unter Telefon 0800/ 80980 24 00 (kostenfreie Hotline) oder 0451/ 722 48 einen Termin vereinbaren. Alle Angebote werden vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und sind deshalb so kostengünstig, für einkommensschwache Haushalte sogar kostenfrei. afu

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