Der BürgerBus lebt vom Mitmachen!

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Malenter Mobilitätsprojekt geht in die konkrete Phase – Verein sucht ehrenamtliche Fahrer.

Was lange währt, wird endlich gut: Nach zweijähriger Vorbereitungszeit geht das Projekt „BürgerBus Malente“ spätestens am 1. November an den Start. In enger Kooperation mit Kreis und Gemeinde will der 2014 gegründete BürgerBus-Verein die Mobilität der Menschen zwischen dem Zentralort und den neun Dorfschaften nachhaltig verbessern.

Mitinitiator Ingo Wagner hat die Idee aus dem Münsterland mitgebracht, als er vor sechs Jahren in den Norden zog: „Bisher sind die Dörfer nur unzureichend an den ÖPNV angebunden, Busse fahren fast nur zu Schulzeiten. Mit dem BürgerBus schließen wir die zeitlichen Lücken und gehen dreimal täglich um 10, 16 und 18.30 Uhr von Montag bis Freitag und eventuell auch sonnabends auf Tour“, erläutert er. Ein Plöner Planungsbüro hat dafür einen Fahrplan erstellt und Zeiten und Strecken vorgegeben. „Wir sind so flexibel, dass wir nicht nur die üblichen Bushaltestellen ansteuern, sondern für gehbehinderte Fahrgäste auch andere Stopps einlegen können“, betont Wagner. Die Fahrten sind für die Gäste kostenlos.

Das ganze Projekt steht und fällt jedoch mit den Menschen, die mitmachen: Einerseits müssen die Bürger beweisen, dass es tatsächlich eine Nachfrage gibt. Anderseits benötigt der Verein ausreichend ehrenamtliche Fahrer, die ihre Nachbarn regelmäßig durch die Gemeinde kutschieren. „Zurzeit haben wir 14 Fahrer, bräuchten aber 25 bis 30, damit die Last verteilt ist und wir das Projekt entspannt angehen können“, betont Vorstandsmitglied Michael Winkel. Jetzt, da sich das Vorhaben konkretisiert, ist der Verein zuversichtlich, weitere Mitstreiter zu finden. Die Anforderungen an die Fahrer:

Mindestalter 21 Jahre, seit zwei Jahren im Besitz eines Führerscheins und Erwerb eines Personenbeförderungsscheins, der sich ganz unbürokratisch mithilfe des Vereins machen lässt. Als BürgerBus wird später ein neunsitziger Kleinbus eingesetzt, der sich fast wie ein Pkw steuern lässt. Ein erstes Treffen für alle interessierten und noch unentschlossenen Fahrer findet am Mittwoch, 13. Juli, um 15 Uhr im Rahmen eines gemütlichen Gartenschnacks bei Helmut Losert, Lindenallee 65, statt.

Am Freitag, 15. Juli, lädt der BürgerBus-Verein dann um 19 Uhr zur öffentlichen Mitgliederversammlung ins AWO-Haus, Kellerseestraße 22, ein. Hier sollen auch die Einwohner über den Sachstand und die nächsten Schritte informiert werden. Eine Mitgliedschaft kostet 18 Euro im Jahr, Familien zahlen 30 Euro. Für Unternehmen ist eine Fördermitgliedschaft möglich.»Kontakt gibt es unter Telefon 04523/2076872.

vg

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