Sisalball und Stoffmäuschen

Die aufregendsten Spiele für Stubentiger.

Egal ob jung oder alt, Katzen spielen für ihr Leben gern und lieben vor allem das Spiel mit ihren Menschen. Leider bleibt in der Hektik des Alltags oft keine Zeit für ausgiebige Spielaktivitäten. Aber auch wenn man sich vielleicht nur zweimal täglich für zehn bis 15 Minuten mit seiner Katze beschäftigen kann, trägt das erheblich zu Miezes Wohlbefinden bei. „Die gemeinsamen Spielstunden mit dem Menschen und gutes Katzenspielzeug sind für eine artgerechte Katzenhaltung so selbstverständlich wie Futternapf und Kratzbaum“, erklärt Gerd Ludwig, Autor zahlreicher Katzen-Ratgeberbücher. „Spielen hält die Katze nicht nur fit und beweglich, es stärkt auch ihre Beziehung und ihr Vertrauen zum Besitzer.“

Damit es für Tier und Mensch nicht langweilig wird, bietet der Fachhandel heute ein breites Spektrum an Spielzeug, das von jedem Stubentiger begeistert angenommen wird. Hoch im Kurs stehen Bälle aller Art, mit denen man herrlich kicken kann – am liebsten natürlich, wenn Herrchen mit von der Partie ist. In der „Kletterschule“ kann die Katze ihre Kraft und Geschicklichkeit am Kletterseil oder an der Strickleiter erproben. Seil und Strickleiter befestigt man idealerweise am Kratzbaum, der in keinem Katzenhaushalt fehlen sollte. Wenn einmal beim Spielen die Puste ausgeht, gibt es am Kratzbaum auch eine Hängematte, in der sich wunderbar Siesta halten lässt.

Sehr beliebt sind auch Spiele, die den Jagdinstinkt der Katze wecken. Ganz oben auf der Hitliste steht das klassische „Katz-und-Maus-Spiel“, bei dem Mensch und Katze mit wechselnden Rollen einmal Jäger und einmal Gejagte spielen. Besonders in den Pfoten juckt es einer Katze, wenn sie zur „verdeckten Ermittlung“ aufgefordert wird, um zum Beispiel Jagd auf ein Spielzeugmäuschen zu machen, das unter dem Teppich versteckt ist und sich nur als kleine Erhebung im Teppich verrät. Katzen sind hervorragende Beobachter, denen selbst die kleinste Bewegung nicht entgeht. „Speziell bei reinen Wohnungskatzen sorgen die Jagdspiele dafür, dass die aufgestauten Energien und der Jagdtrieb sich entladen können. Das ist dann fast so wie im richtigen Leben, wenn die Katze auf Mäusejagd geht“, beschreibt es der Experte.

Zum Abschluss der täglichen Spiele-Session kann man seiner Katze eine kleine Snackbar als Belohnung anbieten: Ein bruchsicheres Gefäß wird so hoch mit (möglichst gesunden) Leckereien befüllt, dass die Katze sie mit der Pfoten gerade noch herausangeln kann. Das macht Spaß und schmeckt lecker.

Katzen sind ausgemachte Individualisten. Daher hängt die Wahl des Spielzeugs von ihren persönlichen Vorlieben ab. Manche mögen es wild, andere lieben Denkspiele oder könnten stundenlang Verstecken mit ihrem Besitzer spielen. Welches Spiel auch immer gespielt wird: Jede gemeinsame Spielstunde trägt zum emotionalen, geistigen und körperlichen Wohlbefinden der Katze bei und stärkt nachhaltig die Mensch-Tier-Beziehung.

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