Pflanzliche Alternative zur Hormontherapie

Neue Studie: Spezialextrakt aus Sibirischem Rhabarber soll bei Wechseljahresbeschwerden helfen.

Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Ängstlichkeit – die sogenannten klimakterischen Beschwerden sind vielen Frauen nur allzu bekannt. Wer stärker darunter leidet, erlebt eine Einschränkung der Lebensqualität, manchmal sogar bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Oft wird den Frauen von Gynäkologen als einzige Therapiemöglichkeit die Hormontherapie empfohlen. „Die größten Bedenken bestehen bei einer längeren Anwendung solcher Produkte im erhöhten Brustkrebsrisiko“, erklärt Prof. Dr. Marietta Kaszkin-Bettag, Biologin und Pharmakologin aus Mannheim. Große Studien bestätigen dieses Risiko, zeigen aber auch andere Nebenwirkungen wie etwa ein erhöhtes Thromboserisiko oder eine deutliche Gewichtszunahme. Dieser Umstand führt dazu, dass immer mehr Frauen eine Hormontherapie ablehnen.

Als Alternativbehandlung rücken pflanzliche Arzneimittel deshalb immer mehr in den Vordergrund. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Ein Spezialextrakt aus der Sibirischen Rhabarberwurzel (Apotheke), lindert typische Wechseljahressymptome effektiv und sicher. Selbst bei einer Langzeitanwendung sind keine Schleimhautveränderungen in der Gebärmutter, keine Brustbeschwerden und auch keine Auswirkungen auf den Blutdruck zu erwarten. In einer aktuellen Studie wurde die Sicherheit des Extraktes an isolierten Brustkrebszellen untersucht. Das Ergebnis: Weder östrogenabhängige, noch unabhängige Zellen werden im Wachstum angeregt. „Der Sibirische Rhabarber eignet sich somit im Grunde für alle Frauen, die unter wechseljahresbedingten Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen leiden“, betont Dr. Kaszkin-Bettag.

Die hohe Sicherheit des Spezialextrakts schmälert die Wirksamkeit nicht. „Gerade die besonders lästigen Hitzewallungen lindert er so effektiv wie eine niedrig dosierte Hormontherapie – allerdings ohne deren unerwünschte Nebenwirkungen“, erläutert die Mannheimer Pharmakologin. djd

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