Das Saatgut aus dem eigenen Garten

Einjährige Arten besonders gut für die Saatgutgewinnung geeignet.

Schnell blüht der Löwenzahn, ehe man sich versieht, hat er sich im Garten ausgesät – ganz ohne unser Zutun. Das ist zwar nicht unbedingt erfreulich, aber doch ein Beweis dafür, wie einfach es mit dem Saatgut aus dem eigenen Garten funktionieren kann.

Wer Saatgut selbst gewinnen möchte, sollte mit einfachen Sorten beginnen, um erste Erfahrungen zu sammeln. „Alle einjährigen Kräuter, Blumen und Gemüse sind dafür gut geeignet“, erklärt Daniel Rühlemann, der in Norddeutschland eine Kräutergärtnerei betreibt. Im Gegensatz zu den Mehrjährigen habe die Natur Pflanzenarten, die nur eine Saison überdauern, mit einer Extraportion an Vitalität ausgestattet. Sie liefern viel und leicht keimendes Saatgut. Wie etwa der Dill, bei dem die Ernte besonders einfach ist. „Die Samen sollte man soweit reifen lassen, bis sie entweder anfangen braun zu werden oder die ersten bereits herunterfallen“, so Kräuterexperte Rühlemann. Auch von Basilikum könne man die reichlich vorhandenen Samen gut ernten, indem man die schönsten Pflanzen einfach ausblühen lässt. Rühlemann empfiehlt robuste Sorten wie das Wilde Basilikum, mit dem auch Anfänger wenig falsch machen können, denn die Saat sitzt sehr fest in den Kelchen und rieselt nicht heraus.

Aber auch von mehrjährigen Kräutern lassen sich Samen ernten, die im nächsten Jahr gut keimen. Vor allem Salbei und Fenchel haben relativ große Samen, was die Ernte besonders leicht macht.

djd

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