Der „Hexenkessel“ ist mit Vorsicht zu genießen

Ulrike Rodowski und Ehler Schümann beackern ihr Areal seit Oktober. Im „Hexenkessel“ mit seinen kreisrunden Wegen werden Gift- und Heilpflanzen angebaut. (Graap)

Im Küchengarten entsteht ein Gift- und Heilpflanzengarten auf Zeit.

Ein äußerst spannendes Projekt befindet sich im historischen Küchengarten: Dort haben Ehler Schümann und Ulrike Rodowski im Auftrag des Apothekerverbandes Schleswig-Holstein einen Gift- und Heilkräutergarten angelegt, den „Hexenkessel“. Ob Blauer Eisenhut als giftigste Pflanze Europas, das Schöllkraut gegen Warzen oder Johanniskraut als Stimmungsaufheller, in den Rundbeeten wachsen 120 verschiedene Pflanzenarten und -sorten mit heilenden oder unheilbringenden Kräften.

Der Quarnstedter Gärtnermeister Schümann war langjähriger Fachberater im Landesverband der Gartenfreunde und hat zusammen mit der engagierten Laubenpieperin Ulrike Rodowski erstmals für die LGS 2011 in Norderstedt einen Giftpflanzen- Schaugarten angelegt — seitdem bilden sie die zweiköpfige „Arbeitsgemeinschaft Hexenkessel“. Bei der Internationalen Gartenschau in Hamburg 2013 haben beide noch wesentlich mehr Arzneipflanzen in ihren Garten aufgenommen. „In Eutin haben wir einen richtigen Apothekergarten“, sagt Schümann, der mit seiner Kollegin seit Oktober auf dem Areal Hand anlegt. Auch das windschiefe Hexenhäuschen ist Marke Eigenbau.

Das Duo wartet mit fundiertem Wissen und witzigen Anekdoten auf. Und beide können über unheimlich viele Erfahrungen erzählen, die Menschen mit den mit Vorsicht zu genießenden Pflanzen gemacht haben:

„Die Besucher der bisherigen Gartenschauen haben uns geschildert, was sie in ihrem eigenen Garten so alles mit Giftpflanzen erlebt haben“, sagt Ulrike Rodowski. Für Erklärungen stehen nicht nur die zwei Gartenexperten zur Verfügung, auch Apotheker werden über die Geschichte der gezeigten Gift- und Heilpflanzen, über ihre pharmazeutische Verarbeitung und ihre Wirkung informieren und die eine oder andere Pille drehen oder Salbe anrühren. vg

1 Kommentar zu "Der „Hexenkessel“ ist mit Vorsicht zu genießen"

  1. Ingeborg holzmann doppler | 18. November 2017 um 20:23 |

    Liebe Ulrike, kannst dich noch an mich erinnern, ich bin die Inge, die mit dir am Rössingerhof in der Ramsau Urlaub gemacht hat. Bin grad dabei die Freunde von damals zu suchen. Unser Rainhard Fendrich ist ja sehr berühmt geworden. Finde es so spannend dass du dich mit besonderen Pflanzen beschäftigst, ich hab Ethnologie studiert, mit Schwerpunkt Pflanzenheilkunde. Ich würd mich sehr freuen, von dir zu hören. Wie geht’s Jürgen, lass ihn lieb grüßen, ich hoffe, dich erreicht meine Nachricht, alles Liebe Inge Doppler, jetzt Holzmann

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