Pflanzen mit Aroma

Ein Duftgarten verwöhnt die Sinne mit den herrlichsten Aromen. Manche Düfte lassen den Genießer verträumt dahinschmelzen, während andere gar nicht wahrgenommen oder als zu intensiv empfunden werden. Deshalb sollte man vorab in einer Gärtnerei oder im botanischen Garten der Nase folgen, denn viele Düfte erschließen sich erst dann richtig, wenn man den Blüten nahe kommt.

„Die Auswahl an Pflanzen ist groß, so dass man vom frühen Frühling bis in den späten Herbst hinein in den herrlichsten Düften schwelgen kann“, erklärt Daniel Rühlemann. Dem Kräuter- und Duftpflanzenzüchter aus Leidenschaft sind die Blütendufter am liebsten, weil viele ihr Aroma weit ausschweifend im Garten verteilen. Schon ganz zeitig im Jahr öffnet zum Beispiel das Strauch-Geißblatt seine cremeweißen Blüten am noch unbelaubten Holz, die einen zarten Blütenduft freigeben. Ebenso weit tragend ist der helle Duft des Winter-Duftschneeballstrauches, dessen rosafarbene Blütenbälle sich oft schon im Dezember öffnen und bis in den April blühen. Im März verwöhnen die Veilchen mit ihrem unverwechselbaren Geruch. Rühlemann empfiehlt Garten- und Parmaveilchen, die besonders intensiv duften. Ein unvergleichliches Bukett spenden im Frühjahr Duft-Nelken wie die meisten Feder- und die Tatra-Nelke. Diese und andere Duftpflanzen findet man unter www.kraeuter-und-duftpflanzen.de Im Frühsommer steht der spanische Ginster in voller Blüte und ist schon aus 50 Metern Entfernung zu erschnuppern. Doch wenn die Rosen mit ihrem schweren Duft die Sinne verwöhnen, ist der Sommer wirklich da. Pflanzen-Experte Rühlemann rät zu historischen, gefüllten Damaszener-Rosen, deren Blüten heute noch für die Herstellung von Rosenöl verwendet werden. Je nach Wetter ganz unterschiedlich intensiv, sind auch die kleinen Sternblüten des Gaudichs ein wahrer Duftgenuss. Und wenn die Blütenfülle im Herbst zurückgeht, gibt es ja noch den Flieder-Knöterich, der ab Ende Oktober seine Blütenpracht entfaltet und die kälter werdenden Tage mit seinem weit tragenden Honigaroma versüßt. djd

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Duftpflanzen sollten nicht in einem Beet zusammen, sondern im Garten verteilt gepflanzt werden. So lassen sich die einzelnen Düfte bei einem Rundgang viel besser genießen. Pflanzen mit eher zartem Aroma, wie zum Beispiel die Vanilleblume (Heliotropium peruvianum) werden geschützt auf der Terrasse platziert, damit sich ihr Duft nicht so schnell im Wind verflüchtigt. In der warmen Jahreszeit blüht sie unermüdlich mit violetten, lila oder auch weißen Blüten und verwöhnt mit einem köstlichen Vanilleduft.

Die Vanilleblume blüht von Mai bis September und betört mit ihrem süßen Duft.

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